Zwischenstand

Laut offiziellem Wortzähler habe ich jetzt 8777 Worte, liege also gut im Schnitt. Ich glaube, so viele Worte habe ich noch nie am Stück geschafft. Eine Menge davon dürfte zwar Schrott sein, weil die Recherche viel zu kurz kommt und die Formulierungen – sagen wir mal: „unausgegoren“ sind.

Andererseits ist es auch sehr befreiend, einfach drauflos zu schreiben; sich einen Dreck um historische Korrektheit und gute Formulierungen zu scheren und nur der Geschichte zu folgen.
Die Erwartung, dass das Ergebnis von Beginn an druckreif sein müsse, habe ich mir zwar schon lange Zeit abgeschminkt. Trotzdem bin ich den kleinen Lektor nie ganz losgeworden, der mir bei jedem Satz eingeflüstert hat, dass ich das nun wirklich sauberer, präziser, pointierter, bildlicher oder poetischer ausdrücken könne. Aber jetzt ist der Herr weg. Hat Urlaub genommen, oder was weiß ich. Um ihn werde ich mich erst kümmern, wenn dieser Monat vorbei ist und ich so viel Abstand zum Manuskript habe, um mich an die Überarbeitung machen zu können.

Bisher ist folgendes geschehen:

Broonagh hat sich vorgestellt und gesagt, worum es in der Geschichte gehen wird. Danach sind wir fast fünfzig Jahre, in ihre Jugendzeit zurück gereist und befinden uns jetzt in einer Festung an der „Sachsenküste“. Broonaghs Gefährtinnen sind eingeführt, Sigfrid ist aufgetaucht (im wahrste  Sinne des Wortes) und berichtet gerade, wie es ihn nach Britannien verschlagen hat.
Drachen kommen in dieser Geschicht nicht vor.

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2 Gedanken zu „Zwischenstand

  1. Ich finde, das ist immer das Schöne am NaNo, der schaltet zumindest teilweise den inneren Zensor aus und „zwingt“ einen, auch mal was stehen zu lassen, an dem man sonst lange basteln würde. Ich finde, das ist immer wieder eine gute Erfahrung, das dass auch geht und die Texte hinterher nicht nur Schrott sind. 🙂
    Und Glückwunsch zu den 8777 Worten! Tolle Leistung!

    • Es fühlt sich sehr interessant an. Wie gut oder grottig der Text geworden ist, werde ich später sehen (müssen?). Im Moment traue ich mich noch nicht, das Geschriebene auch zu lesen, weil ich fürchte, damit doch wieder den Herrn Z. auf den Plan zu rufen.

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